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Die Witt-Gruppe zählt zu den besonders nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen der Otto Group. 2009 hat sie erneut ihren C02-Ausstoß reduziert und sogar Logistikpartner von mehr Umweltfreundlichkeit überzeugt.
Nachhaltigkeit ist Konsumenten wichtig – da ist die Botschaft der Kunden der Witt-Gruppe eindeutig. Mit Textilien aus Bio-Baumwolle mit dem Qualitätssiegel Pure Wear, das für kontrolliert biologischen Anbau steht, und zahlreichen Energiesparmaßnahmen konnte das Tochterunternehmen der Otto Group in den letzten Jahren bei seinen Kunden punkten.
„Umweltverträglichkeit ist ein wichtiger Imagefaktor der Zukunft“, erläutert Bernhard Seitzl, Bereichsleiter Qualitätsmanagement bei der Witt-Gruppe. „Außerdem gehört der Schutz der Umwelt zu den Grundprinzipien der Otto Group“. Der Konzern engagiert sich seit Jahren für nachhaltiges Wirtschaften und will im Rahmen seiner Klimaschutzstrategie bis 2020 seine CO2-Emissionen um 50 Prozent senken. Jedes Konzernunternehmen ist aufgefordert, seinen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie zu leisten. „Die ambitionierte Klimaschutzstrategie gehört, ebenso wie die Grameen Otto Textile Company, die bis 2011 in Bangladesch eine Textilfabrik errichten wird, zu den profilbildenden Leuchtturmprojekten der unternehmensübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie“, ergänzt Andreas Streubig, Bereichsleiter Umwelt- und Gesellschaftspolitik Otto Group.
In diesem Sinne hat die Witt-Gruppe schon früh Konzepte zur effektiven Reduzierung seiner CO2-Emissionen entwickelt. In Witt-eigenen Gebäuden wurde in den vergangenen Jahren bei sämtlichen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen auf Energieeinsparung geachtet. Bereits 2008 wurde beim Bau des neuen Warenverteilzentrums eine CO2-sparende Heizanlage installiert. Zusätzlich werden im Jahr 2010 drei Öl-Heizanlagen im Weidener Stammhaus durch ein „Inhouse-Fernwärmenetz“ mit einer gemeinsamen Heizzentrale ersetzt, die mit Holz-Hackschnitzeln betrieben wird. „Dadurch erwarten wir eine C02-Ersparnis von etwa 500 Tonnen pro Jahr“, erklärt Seitzl.
Auch im Bereich Logistik hat die Witt-Gruppe 2009 umweltfreundliche Ziele anvisiert. Mit dem Projekt C02PERATION will das Unternehmen bis 2013 die C02-Emissionen seiner logistischen Prozesse um 20 Prozent senken. „Das zentrale Element von CO2PERATION ist der unternehmensübergreifende Ansatz entlang unserer Warenbeschaffungskette“, erläutert Seitzl. Deshalb wurden in das Projekt diverse langjährige Logistikpartnerunternehmen integriert. „Es gab von Anfang an große Dialogbereitschaft der Partnerfirmen, weil alle den gesellschaftlichen Wandel spüren“, ergänzt Norbert Jungmichel, Projektmanager bei der Beratungsfirma Systain Consulting. Das Unternehmen der Otto Group ist spezialisiert auf Konzepte für nachhaltiges Wirtschaften und gehört zu den Mitinitiatoren von CO2PERATION.
Für das Projekt CO2PERATION legten die Beteiligten in einem Kick-off Workshop die Testmärkte Türkei und Thailand fest und analysierten die Optimierungsmöglichkeiten. Schnell stand fest, dass vor allem die Art und Länge der Frachtwege sowie die Transportmittel Einsparungspotenzial besitzen. Bereits seit Juli 2008 wurden deshalb die Prozesse so optimiert, dass der Anteil der Luftfrachten kontinuierlich sinkt. Die an CO2PERATION beteiligten Speditionen erwarben hochmoderne Lkws, die einen etwa 15 Prozent geringeren CO2-Ausstoß haben als vergleichbare Lastkraftwagen, oder errichteten ihre neuen Speditionsanlagen nach CO2-neutralen Gesichtspunkten.
Das Feedback der Branche auf das Projekt ist national und international groß. Selbst thailändische Logistikfachmagazine haben über CO2PERATION berichtet. Viele Spediteure und Dienstleister erkennen die Wettbewerbsvorteile. „Unser Engagement für die CO2-Reduzierung wirkt auch auf andere Kunden positiv“, loben die beteiligten Partnerfirmen.
Auch beim Warenversand an Endkunden und Filialen konnte die Witt-Gruppe CO2-Einsparpotenziale nutzen, da die Lieferungen durch die zur Otto Group gehörige Hermes Logistik Gruppe erfolgen. Durch die kontinuierliche Modernisierung seiner Lkw-Flotte konnte Hermes allein im Geschäftsjahr 2008/09 die verursachten CO2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2006/07 um rund fünf Prozent reduzieren. Auch an den Standorten wird Nachhaltigkeit großgeschrieben: In ihren rund 75 Verkaufsfilialen achtet die Witt-Gruppe auf Stromersparnis, bei jeder Neueröffnung einer Filiale wird auf energiesparende Technik beispielsweise in der Beleuchtung gesetzt.