Unternehmensgeschichte

Die Geschichte unseres Unternehmens beginnt im Jahr 1907, als der gelernte Zimmermann Josef Witt seine ersten Textilwaren versendet. Mittlerweile hat sich der einstige Ein-Mann-Betrieb zu einem international tätigen Unternehmen mit rund 2.800 Mitarbeitern entwickelt. Dem Erfolgsrezept unseres Firmengründers sind wir bis heute treu geblieben: Wir kennen die Wünsche unserer Kunden genau, bieten ihnen individuellen Service, erstklassige Passform und Größenauswahl sowie ein überdurchschnittliches Preis-Leistungs-Verhältnis.

2007 bis heute

Zukunft E-Commerce: Logistikaufbau für Wachstumsfelder

Heute setzen wir bei der Witt-Gruppe erfolgreich auf ein Multi-Channel-Konzept: Die jüngsten erschlossenen Märkte sind Ukraine (2011), Schweden (2012) und Kasachstan (2013). Das Filialgeschäft ist neben dem Katalog- und Onlinegeschäft die dritte Säule in unserem Konzept. Kunden können heute in rund 115 Filialen deutschlandweit bei WITT WEIDEN einkaufen. Eine immer größere Rolle spielt der E-Commerce – mobile Endgeräte und das Internet werden für die Zielgruppe 50plus zunehmend alltäglich. Grundlage für den weiteren Internationalisierungs- und Wachstumskurs ist die Erweiterung des Warenverteilzentrums. Im Januar 2013 ging unser neues Kommissionier- und Reservelager in Weiden-Brandweiher in Betrieb, Ende 2014 ein automatisiertes Hochregallager.

Neues Warenverteilzentrum

2015 weihen wir unser neues Logistik-Zentrum in Weiden-Brandweiher ein. Das automatisierte Hochregallager bildet die Basis für den boomenden E-Commerce und die zunehmende Internationalisierung. Es ergänzt die bereits 2008 und 2013 fertiggestellten Warenverteilzentren I und II.

Wachsende Zielgruppe

Die Bedürfnisse der Zielgruppe 50plus wandeln sich: Durch vielfältige neue Lebensstile entstehen neue Ansprüche an die Mode und den Service. Wir begegnen dieser Herausforderung mit neuen Konzepten und der gewohnten Kombination aus Qualität, Service und Preis.

Kulturwandel

Die digitale Transformation spiegelt sich auch in unserer Unternehmenskultur wider. Um die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu meistern, setzen wir in unserem Arbeitsalltag auf agile Arbeitsweisen wie Scum oder Kanban sowie auf innovative Lösungen und kurze Entscheidungswege.

1986 bis 2007

Die zweite Gründung: neue Marken, neue Märkte

Eine Rettung vor der drohenden Insolvenz aus eigener Kraft ist 1986 nicht mehr möglich. Dr. Josef Witt sucht einen Käufer, der bereit ist, den Namen des Unternehmens zu erhalten, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und den Standort Weiden zu erhalten. Diese Voraussetzungen erfüllt die zum Otto-Konzern gehörende Schwab AG, die das Unternehmen 1987 übernimmt. Unter neuer Führung passt WITT WEIDEN das Angebot dem Geschmack seiner Kunden an, verschiebt den Schwerpunkt des Sortiments von der Wäsche hin zur Damenoberbekleidung und erwirtschaftet fast aus dem Stand Gewinne. Das rasante Wachstum der ersten Jahre im Otto-Konzern hält auch in den 1990er Jahren an - aus WITT WEIDEN wird die international erfolgreiche Witt-Gruppe.

Übernahme

Durch die geringen Überschneidungen zwischen den Kundenstämmen ist WITT WEIDEN die perfekte Ergänzung zu den Gesellschaften der Otto-Gruppe. Der frische Wind und der neue Geist motivieren die Mitarbeiter, die Wiedervereinigung Deutschlands sorgt für zusätzliche Impulse.

E-Commerce

Durch die Digitalisierung befindet sich die Zielgruppe 50plus in einem Wandel. WITT WEIDEN erkennt schnell, dass die Zukunft im E-Commerce liegt: Als einer der Vorreiter im deutschen Versandhandel steigt das Unternehmen 1997 parallel zum Katalogversand in das Online-Geschäft ein.

Marken und Märkte

Internationalisierungs- und Mehrmarken-strategie prägen die Witt-Gruppe: Seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen im nicht deutschsprachigen europäischen Ausland vertreten. Mit Sieh an!, création L und Witt international werden neue Kundenkreise und Märkte im In- und Ausland erschlossen.

1945 bis 1986

Wiederaufbau, Wachstum, Krise

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges laufen die Geschäfte von WITT WEIDEN nur schleppend wieder an. Erst der Wirtschaftsaufschwung 1948 im Westen lässt das Versandhaus wieder wachsen. Mit gewohntem Elan versucht Josef Witt, an den Erfolg der Vorkriegsjahre anzuknüpfen. Als er 1954 stirbt, führen seine Witwe Monika Witt und sein Sohn die Geschäfte weiter. Nach dem Tod von Monika übernimmt ihr Sohn Dr. Josef Witt 1959 das Unternehmen. Mit neuen Ideen versucht er, dem Unternehmen neuen Schwung zu geben. An der Grundausrichtung des Unternehmens aber ändert er wenig. Anfang der 1980er Jahre lassen strategische Fehler bei der Sortiments- und Preispolitik die Umsätze einbrechen. Fast 80 Jahre nach ihrer Gründung sucht die Firma Witt nach einem Käufer.

Schwieriger Anlauf

In der Nachkriegszeit versucht Josef Witt, sein Unternehmen erneut auf Erfolgskurs zu bringen. Allerdings sorgen weder er noch sein Nachfolger für eine Neuorientierung – die internen Strukturen veralten zunehmend, das Unternehmen wächst in den 1960er Jahren deutlich langsamer als die Konkurrenz.

Neuer Geschäftsführer

1959 wird Dr. Josef Witt, der Sohn von Gründer Josef Witt, neuer Geschäftsführer. Der Textilingenieur und promovierte Volkswirt hat bereits in den Vorjahren Führungsaufgaben im Unternehmen übernommen. Mit neuen Ideen versucht er, frischen Wind in das Unternehmen zu bringen.

Fabrikschließungen

Modernisierung der Datenverarbeitung, Fließbandarbeit mit der neuesten Technik:    Dr. Josef Witt bemüht sich, neue Wege zu gehen. Dabei kommt es zu strategischen Fehlern in der Sortiments- und Preispolitik, die Umsätze brechen ein. In den 1970er Jahren werden erste Fabriken geschlossen.

1933 bis 1945

Schwere Zeiten

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 ändert sich das Klima für die Firma Witt: Die NS-Behörden unterstützen den Kampf der Konkurrenz gegen den Branchenprimus aus Weiden. Im Arbeitsalltag muss sich das Unternehmen den Vorgaben der „Deutschen Arbeitsfront“ unterordnen. Diese organisiert regelmäßig propagandistische Veranstaltungen auf dem Betriebsgelände. Dennoch ist WITT WEIDEN kein nationalsozialistischer Musterbetrieb: Erst unter Druck des Gauleiters tritt Josef Witt in die NSDAP ein. Auch wirtschaftlich sind es schwere Zeiten für die Firma Witt. Obwohl sich Josef Witt gegen die drohende Krise wehrt, wird die gesamte Produktion 1944 stillgelegt.

Drohende Krise

Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten steht WITT WEIDEN unter Druck: Die neuen Machthaber unterwerfen den Versandhandel und die Textilindustrie erheblichen Beschränkungen. Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Ab Mitte der 1930er Jahre sinken die Umsätze von Witt.

Sortimentserweiterung

Durch eine Ausweitung des Sortiments gelingt es Josef Witt, die sinkenden Umsätze Mitte der 1930er Jahre zu stabilisieren. Die neuen Artikel – Dirndl, Kragen und Korsetts, Mäntel, Hüte und Teppiche – sorgen für eine Veränderung der Preislisten, die sich immer mehr zu bebilderten Katalogen entwickeln. 

Stillstand der Produktion

Während des Zweiten Weltkriegs gerät Witt in eine existenzbedrohende Krise: Die meisten Produktionsbetriebe werden stillgelegt, der Versand kommt beinahe zum Erliegen. Als 1944 die Helmbrechtser Weberei in eine Munitionsfabrik umgewandelt wird, steht die Produktion völlig still.

1907 bis 1933

Vom Bauchladen zum Großversand

„Brauchbare verschiedene Sachen“ – unter diesem Titel offeriert Josef Witt ab 1910 ein Sammelsurium an kleinen nützlichen Artikeln. Sein Konzept zeigt schnell Erfolg: Innerhalb weniger Jahre entwickelt sich aus dem Laden ein großes Versandhaus. Da die Räumlichkeiten im oberpfälzischen Reuth nicht länger ausreichen und die dortige Poststelle mit dem Versand überfordert ist, zieht Witt mit seinem Unternehmen 1913 nach Weiden. Mit einem attraktiven Prämiensystem schafft er es, neue Kunden zu gewinnen und treuen Kunden für ihre Käufe zu danken. Da der Versandhandel durch die Umgehung des stationären Einzelhandels seine Waren konkurrenzlos günstig anbieten kann, gibt es trotz der Wirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre keine Umsatzeinbrüche bei Witt.

Gründung

1907 übernimmt der gelernte Zimmermann Josef Witt den Kolonialwarenladen seiner Schwester im oberpfälzischen Reuth. Er erweitert das Sortiment um Knöpfe und Stoffe und beginnt mit dem Versand. Aufgrund des großen Erfolgs verlagert Josef Witt sein Geschäft 1913 nach Weiden.

Witt als Fabrikant

In den „goldenen“ 1920ern gehört Josef Witt bereits zu den großen Versandhändlern in Deutschland. Ab 1925 baut er sein Unternehmen zielstrebig aus und gliedert Spinnereien, Webereien und Fertigungsbetriebe an. Im Jahr 1931 produziert Witt täglich 100.000 Meter Stoff.

Neues Gebäude

Zwischen 1925 und 1927 entsteht das neue Witt-Gebäude in der Weidener Schillerstraße. Es zeichnet sich durch seinen Turm und die figurale Plastik an der Außenfassade aus. Bis heute prägt das auffällige Witt-Gebäude, das mittlerweile als Witt-Kaufhaus dient, das Weidener Stadtbild.